Nanjing / Jiangsu, China
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Nachweise vor Bindung

So arbeiten wir

Wir trennen Beobachtungen, Aussagen, Nachweise und offene Punkte. So investieren Sie erst in den nächsten Prüfschritt, wenn die vorhandenen Belege ihn rechtfertigen.

Was wissen wir über diese Lieferquelle tatsächlich?

Gefunden ist nicht dasselbe wie qualifiziert. Ein Angebot, Messetermin, Videoanruf, Muster oder Fabrikbesuch beweist nicht automatisch Serienfähigkeit.

  1. Q0
    GEFUNDENMögliche Quelle

    Ist eine mögliche Quelle gefunden?

    Belegt
    Name und erster Bezug zum betreffenden Produkt
    Offen
    Identität, Eignung und Umsetzungsfähigkeit offen
  2. Q1
    IDENTITÄT AUSREICHEND GEPRÜFTIdentität

    Mit wem haben wir es tatsächlich zu tun?

    Belegt
    Unternehmen, Standort und Beziehung ausreichend geprüft, z. B. über Registerdaten und Lieferantenselbstauskunft
    Offen
    Kaufmännische und technische Eignung offen
  3. Q2
    KAUFMÄNNISCH QUALIFIZIERTKaufmännische Eignung

    Passen Preis, Mindestmenge, Bedingungen und Rahmen?

    Belegt
    Vergleichbare kaufmännische Grundlage und erkennbare Ausschlüsse
    Offen
    Muster und Fertigungsweg offen
  4. Q3
    MUSTER VALIDIERTErstmuster

    Passt das Produkt zur Anforderung?

    Belegt
    Erstmuster der betreffenden Revision mit belastbarer Prüfung gegen die Anforderungen, z. B. im Erstmusterprüfbericht (EMPB) mit geeigneten Messverfahren
    Offen
    Serienprozess und Wiederholbarkeit offen
  5. Q4
    FABRIK & PROZESS VALIDIERTFabrik & Prozess

    Kann dieses Produkt dort verlässlich gefertigt werden?

    Belegt
    Produktbezogener Fertigungsweg mit passenden Nachweisen – vergleichbar einer Prozessfreigabe
    Offen
    Reale Serienfertigung offen
  6. Q5
    PRODUKTION VALIDIERTReale Produktion

    Funktioniert es unter realen Fertigungsbedingungen?

    Belegt
    Vorserie oder erste Serienfertigung erfolgreich validiert – vergleichbar einer Serienfreigabe
    Offen
    Änderungen können eine Neubewertung auslösen
Nachweise nehmen zuUnsicherheit nimmt ab

REIFEGRAD = PRODUKT + REVISION + QUELLEProdukt X · Rev. B · Fabrik Y · Q4

NÄCHSTE ENTSCHEIDUNGWEITER · STOPP · ANPASSEN · ALTERNATIVE PRÜFEN

Die Stufen lehnen sich an bekannte Freigabelogiken an. Dazu gehören die Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF) nach Band 2 des Verbands der Automobilindustrie (VDA), das Freigabeverfahren für Serienteile (PPAP) und die VDA-Reifegradabsicherung. Wir vereinfachen diese Logik für Beschaffungsentscheidungen.

Keine Zertifizierung und keine pauschale Lieferantenbewertung.
Illustratives Beispiel – kein Kundenfall

Gute Muster – und trotzdem noch keine Serienfreigabe

Ein Zinkdruckguss-Gehäuse, Revision B, bei einem Lieferanten in Changzhou. Laut Erstmusterprüfbericht sind alle Maße in Ordnung. Was heißt das für die Freigabe?

Q-Stand im Beispiel
StufeWas belegt istWas offen ist
Q1 IdentitätRegisterdaten, Standort und Vertragspartner stimmen überein.–
Q2 KaufmännischAngebot auf vergleichbarer Grundlage; Werkzeugkosten und Mindestmenge vereinbart.–
Q3 MusterErstmusterprüfbericht der Revision B liegt vor; die übrigen Maße sind mit geeigneten Messmitteln geprüft und in Ordnung.Noch nicht erreicht: Die kritische Bohrung (±0,02 mm) wurde nur mit einem Messschieber gemessen. Für diese Toleranz ist das kein geeigneter Messnachweis.
Q4 Fabrik & ProzessMaschinen und Serienwerkzeug im Werk gesehen.Offen: Prozessdaten liegen nur für 30 Teile aus einer Handvorserie vor; die Beschichtung ist ausgelagert und nicht freigegeben.
Q5 Produktion–Offen: kein Produktionsversuch unter Serienbedingungen.

Nächste Nachweise vor Ihrer Serienfreigabe

  • Messen Sie die kritische Bohrung mit einem für ±0,02 mm geeigneten Verfahren nach, etwa mit einem Innenmessgerät oder einer Koordinatenmessmaschine. Belegen Sie die Wiederholbarkeit der Messung. Erst dann ist Q3 erreicht.
  • Einen Produktionsversuch unter Serienbedingungen mit Serienwerkzeug und vereinbarter Menge durchführen.
  • Den Beschichter freigeben und die Chargenrückverfolgung nachweisen.
  • Den gültigen Änderungsstand für Zeichnung, Werkzeug und Prüfplan festhalten.

Von der Beobachtung zur Entscheidung

Drei illustrative Beispiele – keine Kundenfälle. Sie zeigen, wie aus einer einzelnen Beobachtung eine Empfehlung und eine Entscheidung für den Einkauf wird.

Technische Lieferantenprüfung

Beobachtung
Die Endprüfung misst das kritische Maß nur stichprobenartig mit einem Messschieber; die Zeichnung verlangt ±0,02 mm.
Einordnung
Das Messmittel ist für diese Toleranz ungeeignet. Seine Messwerte liefern für dieses Maß keinen belastbaren Nachweis.
WJY-Empfehlung
Musterfreigabe erst nach einer Nachmessung mit einem geeigneten Verfahren, etwa Innenmessgerät oder Koordinatenmessmaschine, und belegter Wiederholbarkeit der Messung.
Ihre Entscheidung
Die Musterfreigabe an die Nachmessung binden.

Lieferanten-Kurzprüfung

Beobachtung
Der Firmenname auf dem Angebot weicht vom Registereintrag ab; das angegebene Bankkonto gehört einer Handelsgesellschaft.
Einordnung
Möglicherweise ein Händler statt eines Herstellers; der Zahlungsempfänger ist nicht die Vertragspartei.
WJY-Empfehlung
Vor jeder Anzahlung klären lassen: Wer fertigt, wer stellt die Rechnung, wer empfängt die Zahlung?
Ihre Entscheidung
Die Anzahlung zurückhalten, bis Vertragspartei und Zahlungsempfänger übereinstimmen oder die Abweichung schriftlich erklärt ist.

Bewertung und Empfehlung zur Versandfreigabe

Beobachtung
Die Nacharbeit am Los ist laut Lieferant abgeschlossen; die Fotos zeigen aber nur 5 von 40 Kartons.
Einordnung
Die Nacharbeit ist für den Großteil des Loses nicht belegt.
WJY-Empfehlung
Versand zurückhalten, bis eine Stichprobe aus den übrigen Kartons geprüft ist.
Ihre Entscheidung
Eine Nachprüfung beauftragen – oder den Versand bewusst auf eigenes Risiko freigeben.

Was unsere Berichte für Entscheidungen leisten

Unsere Berichte zeigen Befunde, Auswirkungen, offene Risiken und Optionen. Daraus leiten wir eine Empfehlung für Ihre nächste Entscheidung ab.

KLARER STATUS

Sie sehen, was tatsächlich nachgewiesen wurde.

KEINE SCHEINSICHERHEIT

Muster oder Fabrikbesuch bedeuten nicht automatisch Serienfähigkeit.

GESTUFTE INVESTITION

Weitere Prüfung erst dann, wenn sie sich wirtschaftlich lohnt.

BESSERE ENTSCHEIDUNGEN

Weiter, stoppen, anpassen oder eine Alternative prüfen.

Sie behalten die Kontrolle

Die Lieferantenakte gehört Ihnen

In der Lieferantenakte erfassen wir alle belegten Angaben zur Quelle. Dazu gehören Vertragspartner, Zahlungsempfänger, freigegebener Fertigungsstandort, Ansprechpartner, Produkt und Revision, Werkzeuge, kritische Fremdprozesse, kaufmännischer Stand, Qualitätsereignisse, Nachweise, Risiken, Entscheidungen und offene Maßnahmen.

Jede Änderung trägt Datum und Quelle. Berichte zeigen den Stand zu einem Stichtag; Monatsberichte und Übersichten sind Auszüge aus derselben Akte. Sie erhalten die Akte mit allen Nachweisen als PDF und bearbeitbare Tabellen. Sie behalten sie auch nach Ende der Zusammenarbeit.

Spezialnachweise richtig einordnen

Eine technische Lieferantenprüfung liefert Beobachtungen vor Ort, aber nicht automatisch Q4. Eine Warenprüfung vor Versand prüft Ware, aber nicht automatisch Q5. Wo akkreditierte Nachweise nötig sind, koordinieren wir den passenden unabhängigen Prüfpartner.

Eine Einschätzung zu Ihrer Produktgruppe: Zwei Arbeitstage bis zum Ergebnis.

Wir beurteilen Ihren bestehenden China-Einkauf oder eine neue China-Chance für bis zu drei vergleichbare Artikel und empfehlen die nächsten Schritte.