
Ein günstigeres Angebot kann nach Verpackung, Prüfung, Transport, Zöllen und Qualitätsrisiko teurer sein. Vergleichbar werden Angebote erst mit einheitlichen Annahmen.
1. Eine gemeinsame Vergleichsbasis schaffen
Legen Sie Material, Toleranzen, Verpackung, Zertifikate, Jahresmenge und Lieferbedingung vor dem Preisvergleich fest. Sonst vergleichen Sie Preise für unterschiedliche Leistungen.
- Identische Spezifikation
- Gleiche Mengenstaffel
- Einheitlicher Incoterm
- Festgelegte Zahlungsbedingungen
2. Kosten außerhalb des Stückpreises
Rechnen Sie alle Aufwendungen ein, bis Sie nutzbare Ware am Zielort erhalten. Einzelne Positionen können je nach Produkt klein sein. Zusammen können sie die Rangfolge der Lieferanten ändern.
- Werkzeuge und Muster
- Verpackung und Kennzeichnung
- Inspektion und Prüfungen
- Inlandstransport und Export
- Fracht, Versicherung und Zoll
- Antidumping- und Ausgleichszölle, falls für die Warennummer festgesetzt
- CO₂-Grenzausgleich (CBAM) bei Eisen-, Stahl- und Aluminiumwaren
- Finanzierung und Kapitalbindung im Bestand
| Kostenblock | Typische Grundlage | Im Vergleich beachten |
|---|---|---|
| Produkt | Stückpreis und Bestellmenge | Spezifikation und Mengenstaffel angleichen |
| Qualität | Prüfung, Ausschuss und Nacharbeit | Bekannte Fehlerquote und Prüfaufwand einrechnen |
| Logistik | Inlandstransport, Fracht und Versicherung | Gleichen Incoterm und Zielort verwenden |
| Abgaben | Zolltarif, Antidumping- oder Ausgleichszoll, CBAM | Warennummer und Ursprung vorab prüfen |
| Kapital | Zahlungsziel und Lagerdauer | Finanzierungs- und Lagerwirkung sichtbar machen |
3. Risiko als Kostenfaktor
Nacharbeit, Ausschuss, verspätete Lieferung und ungeplante Luftfracht verursachen reale Kosten. Berücksichtigen Sie bekannte Fehlerquoten und die Kosten einer Abweichung in Ihrem Vergleich.
- Qualitäts- und Reklamationskosten
- Lieferverzug und Sicherheitsbestand
- Wechsel- und Anlaufkosten
4. Das Ergebnis
Ein vollständiger Vergleich zeigt den Preis, die Annahmen, Kostentreiber und Risiken. Damit können Sie beurteilen, ob Nachverhandlung, Spezifikationsänderung oder Lieferantenwechsel sinnvoll ist.
VERBESSERN – Probleme bei bestehenden Lieferanten bearbeiten
| Leistung | Preis | Umfang und Ergebnis |
|---|---|---|
| Einzelfall-Klärung | 390 € | Wir bearbeiten ein abgegrenztes Problem bei einem Lieferanten aus der Ferne. Die erforderliche Kommunikation läuft höchstens fünf chinesische Arbeitstage. Wir schließen mit der Lösung oder dem belegten Stand ab, wenn der Lieferant nicht mitwirkt oder die Umsetzung nicht möglich ist. Andernfalls halten wir den Stand am Ende des vereinbarten Zeitraums fest. Ein Einsatz vor Ort oder ein weiteres Problem ist nicht enthalten. |
| Verbesserungspaket (4 Wochen) | 990 € | Ein Lieferant, ein festgelegtes Ziel: Ausgangslage, Maßnahmenplan, zwei Nachverfolgungen mit Bewertung der Umsetzungsnachweise. |
| Verbesserungsprogramm (8 Wochen) | ab 2.490 € | Wir bearbeiten bis zu drei Lieferanten mit je einem Ziel über acht Wochen und verfolgen die Maßnahmen fallbezogen nach. Sie erhalten zweiwöchentlich einen schriftlichen Status, in zeitkritischen oder risikoreichen Fällen wöchentlich. Am Ende halten wir fest, ob jedes Ziel erreicht ist, offene Bedingungen hat oder wegen belegter Nichtmitwirkung beziehungsweise Nichtumsetzbarkeit blockiert bleibt. |
Wir bearbeiten je bestehendem Lieferanten ein abgegrenztes Problem. Das kann ein Lieferverzug, eine wiederkehrende Qualitätsabweichung, eine unvollständige Korrekturmaßnahme, ein Kosten- oder Ablaufproblem oder eine unklare Zuständigkeit sein. Einsätze vor Ort vereinbaren wir bei Bedarf gesondert.
Vertragliche Regelungen: AGB § 4: Leistungsinhalt, Arbeitsergebnisse und Grenzen
Maßgeblich bleibt das schriftlich angenommene Angebot für den bestätigten Umfang.
